RUNDGANGDas Apotheken-Museum im “Video-Schnelldurchlauf”: Alle Räume als 360 Gradansicht:Raum1, OffizinDie Offizin ist der Raum, den die Patienten als ‚Apotheke‘ kennen. Hier stehen jetzt die Eicheneinrichtung der ehemaligen Löwen-Apothekeaus Remscheid mit ihren vielen Glas-und Porzellangefäßen aus der Zeit um 1890 sowie eine dekorative Regalwand von 1650 aus derEinhorn-Apotheke in Gelnhausen/Spessart. An der Decke und den Wänden finden wir viele Teile von Mensch und Tier, Animalia genannt, die in früheren Zeiten zu Arzneimittelnverarbeitet wurden wie Tierzähne gegen stechende Schmerzen, Bärenfell gegen Haarausfall und menschliches Gehirn gegen Epilepsie.Raum 2, KräuterkammerÜber 300 Gefäße aus Holz, Metall, Pappe, Glas und Steingut der letzten 300 Jahre schützen die darin enthaltenen Pflanzenund Kräuterteile gegen den Verlust Ihrer Wirkstoffe und den Befall von Käfern.Arbeitsgeräte wie Siebe, Waagen, Kräutermühlen, Hohlmaße und Schneidegeräte verdeutlichen die hier anfallenden Arbeiten. EineSammlung von alten Herbarien – getrockneten Heilpflanzen –und Drogenkästen sind Zeichen der botanische Ausbildung des Apothekers.Raum 3, BibliothekMehr als 1000 Fachbücher aus der Chemie, Physik, Botanik, Pharmacopöen, Beschreibungen technischer Geräte, Nachschlagewerke undLexika, Arzneibücher, handgeschriebene Manuale, Bücher aus der Allopathie und der Homöopathie sowie Taxen (Preislisten) sind hierausgestellt. Das älteste Buch stammt aus dem Jahr 1550. Raum 4, Pracht- und PrunkgefäßeDie Majolika-, Fayencen-, Porzellan- und Glasgefäße der vergangenen 300 Jahre dienten nicht nur der Aufnahme von Salben, Ölen undanderen pharmazeutischen Grundstoffen, sondern sollten durch ihre besondere Schmuckdekoration auf das hohe Ansehen des Apothekershinweisen.Raum 5, Säugling, Heilwasserkrüge, Wärme heilt, VitrineGläserne Brustpumpen nach 1750 und Ausgrabungen alter griechischer Babyflaschen (350 v.Chr.) sind die Highlights der Säuglings-ernährung. Viele Babymilchflaschen aus Zinn und Glas der letzten Jahrhunderte vervollständigen diese schöne Sammlung.Zahlreiche Heilwasserkrüge aus der Zeit um 1900 sowie die dazu gehörigen Badegläser deuten auf das ungesunde Trinkwasser derdamaligen Zeit hin.Schon Wilhelm Busch schrieb sinngemäß: ‚Wärme auf den Leib gebracht, hat alles wieder gut gemacht‘. Diese Ansicht hat er sicherlich dendamaligen Apothekern abgeguckt. Wir zeigen eine große Auswahl alter Wärmflaschen aus Zinn, Messing, Kupfer, Marmor und Porzellandie entweder durch heißes Wasser, glühende Kohlen, auf dem Ofen oder elektrisch erwärmt wurden. Bettwärmer und Stövchen der letzten200 Jahre vervollständigen diese Sammlung. Sehenswert sind die Glasvitrine mit „Pillenuhr“ und der Storch als Nabelklemme mit Baby im Bauch.Raum 6, DiversesAugenbadewannen, Nasenspülgeräte, Einnahmelöffel, Quecksilber-und Bleihaltige „Heil“-Pflaster um 1900, Medaillen u. Gedenkmünzen,Votivgaben, Bischoff von Myra=Nikolaus, medizinische Geräte, chinesische Taschenapotheke, Lekpötte, große blaue englische Apotheken-flaschen.Raum 7, Verbandstoffe und KrankenpflegeartikelInhaliergeräte, Höhrrohre, Spritzen, Aderlaßgeräte, Schnepper, Schröpfköpfe, Verbandstoffe um 199 bis 1950, teils mit Apotheken-Aund Lebensrune und mit Lebensrune, Blutegel, Oblaten, Klistiere, Irrigatoren, Bettpfannen, ‚Erpel‘ und ‚Enten‘ (=Urinale), Kosmas undDamian, Bezoarbecher, Pygnometer.Raum 8, Mörser und mobile ApothekenEtwa 160 Mörser aus Achat, Blei, Bronze, Eisen, Elfenbein; Granit, Holz, Marmor, Messing, Porzellan und Speckstein, von50 Gramm bis 60 Kg. Der älteste Mörser stammt aus der Zeit 400 n. Chr.50 mobile Apotheken von der kleinsten homöopathischen Taschenapotheke bis zur 60 Kg schweren Schiffsapotheke von 1880, Hausapotheken, Reiseapotheken, KFZ-Verbandkästen, Luftschutzapotheke, eisernen Reiseapotheke von 1798 mit 22 Kg, Taschenapotheke ‚Wanderfreund‘,würfelförmige Kirschbaumapotheke mit 4 Türen.Raum 9, Offizin aus Tauberbischofsheim Komplette Offizineinrichtung im Originalzustand aus der Apotheke am Sonnenplatz, Empire 1814 in Nußbaum, gefüllt mit allopathischen undhomöopathischen Flaschen und Porzellangefäßen. Die Holzdosen stammen aus der Zeit von 1750 bis 1850.Raum 10, Vorratsraum 1 Hunderte alter Apothekenflaschen zur Aufbewahrung von festen und flüssigen Chemikalien, Lösungen, Säuren, Laugen, Giften, organischenund anorganischen Stoffen aus der Zeit zwischen 1780 und 1920. Die Glasvitrine enthält das älteste Buch (1550) unseres Museums.Raum 11, Vorratsraum 2, Porzellangefäße, technische Geräte und Waagen, Pestmaske.Kleine und große Porzellangefäße aus der Zeit um 1900 zur Aufnahme von Chemikalien, Salben und Verreibungen. Balkenwaagen,Analysenwaagen, Handwaagen, technische Geräte zur Bestimmung von Schmelzpunkten, Dichten, Lichtbrechung und Temperaturenwie Pyknometer, Saccharometer, Halbschattenapparate, Spektroskope.Die Pestmaske erinnert an die Zeit um 1650. Große kupferne Destillationsanlage.Raum 12, Altes Laboratorium 1Wichtigster Arbeitsplatz des Apothekers zur Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln und deren Grundstoffen, Tabletten, Dragees, Oblaten,Zäpfchen, Tinkturen, gemauerter und gußeiserner Apothekerofen um 1900.Raum 13, Technisches Laboratorium 2Zur Herstellung größerer Mengen benötigte Salbenmaschinen, Dragierkessel, Emulgiermaschinen, Glasgeräte Leinsamenwalze,Perkolatoren, Mahlwerke, Stadatrator, Phosphor-Giftschrank, Mörser, Reibschalen, Maschine zur Herstellung homöopathischerVerreibungen, Sterilisierschränke, Trockenöfen, Chemikalienschrank, übergroße Vorratsbehälter, Handmühlen, technische Geräte.